Ihr Lieben, in Berlin habe ich es nicht geschafft meinen Beitrag fertig zu kriegen. Aber wenn viel passiert, gibt es auch viel zu schreiben und jetzt dafür mehr zu lesen…

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Mein erster Tag in Berlin war toll. Ich habe mit Esra den ganzen Tag aufeinander geklebt, zu meinen Terminen hat sie mich begleitet, schlendern waren wir, Essen, Kino, wie Patex ☺️. Ich habe so viel gelacht und trotzdem dachte ich ununterbrochen an mein Kind. Es ist wie es ist. Mütter sind Banane im Kopf… Freuen sich mal ohne ihr Kind zu sein, malen sich aus wie gut ihnen ein bisschen Entspannung tut, und vermissen es dann schon nach kürzester Zeit. Mein Mann musste mir Arell per FaceTime zeigen und ich hätte am liebsten den nächsten Flieger zurück genommen und ihn einfach nur gedrückt und geknuscht.

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Um zwei Uhr nachts konnte ich noch immer nicht einschlafen. Diese Ruhe… Schrecklich. Kein Geplapper, kein Geheule, keine lustigen Rülpser (bei Babys ist das noch nicht „iiihhh“), kein Arell-TV das ich im Auge behalten muss, NIX! Einfach nur Stille. Eine Socke von ihm auf der Wickelkommode (ja, ich hab an ihr gerochen) hat mir fast den Rest gegeben und ich dachte nur „lenk dich ab, denke jetzt nicht mehr an ihn sondern an dich“. Pustekuchen, ich möchte bei ihm sein, isso😔. Am Tage kam ich super klar, soviel zu tun zu haben lenkte mich ab, aber jeden Abend das Selbe. Ich vermisste ihn und konnte diese Ruhe nicht wirklich genießen.

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Meine Termine bezüglich -meines Wunsches- waren aber erfolgreich. Ich habe zwei Stellen besucht und beide fanden meine Idee toll. Nun werde ich warten bis ich von beiden Angebote erhalte. Wenn es richtig konkret wird, weihe ich euch alle ein und bin schon jetzt auf euer Feedback gespannt. Am Donnerstag Abend war meine Sehnsucht nach Arell so groß, das ich tatsächlich, wie in alten Zeiten, (alleine) um Mitternacht noch los gegangen bin und meinen guten Freund Sam im 40 Seconds Club besucht habe. Ein Wodka und ich wusste „Das reicht“. Alt gefühlt habe ich mich trotzdem nicht, eher reif und besonnen😋. Es hatte schon was sich mal wieder „wie die alte, frühere Annie“ zu fühlen. Aber dieses Kind, mein Kind war allgegenwärtig und erlaubte nur sehr begrenzt und eher nur minutiös sich wie „die Frühere“ zu fühlen. Aber es macht mir nichts aus. Liebe ist einfach stärker als jede Unabhängigkeit, als jede Freiheit. Und das ist ein schönes Gefühl, auch wenn mich für einige Momente so furchtbare Filme erfassten und ich die Sorge um ihn schwer wieder los wurde. Was mir aufgefallen ist, in meiner Nacht- und Nebelaktion, ich bin viel weniger eitel als früher. Jeans und Shirt drüber gezogen, ein paar Highheels (die müssen schon sein) an die Füße geschnallt, Mascara und Rouge, fertig war ich. 5 Minuten habe ich gebraucht um mich aus dem Haus zu wagen. Und ich fand mich trotzdem ganz ansehnlich😄. Niemals wäre ich früher so in einen Club gegangen. Stundenlang habe ich überlegt was ich anziehe, ob ich die Haare glätte oder locke, ob ich einen Lidstrich tragen will oder Lidschatten, so viele Entscheidungen mussten getroffen werden und heute, dauert das alles 5 Minuten. Entweder liegt das daran, dass man als Mutter vieles schnell und einfach halten muss oder einfach daran, dass einem irgendwie keiner mehr so richtig was anhaben kann. Man hat schließlich ein Kind geboren und hat irgendwie ein ganz anderes Selbstwertgefühl.💪

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Der 1.Mai in Berlin ist etwas besonderes. Manche glauben vielleicht da gibt es ausschließlich nur Randale. Dem ist nicht so. Wir haben in Berlin auch das Myfest und das ist toll. Überhaupt finde ich es toll, dass man in Berlin so viele Feste und Open Air’s hat. Wenn mir etwas Spaß macht, dann irgendwo draußen rum zu schlendern, Leute zu begaffen und hier und da Musik aller möglichen Genres zu hören (bis auf Heavy Metal= Kopfschmerzen). So bin ich natürlich zum Myfest gegangen, wenn ich schon mal hier bin, nehme ich gleich alles mit was geht. Mit Bine und wem sonst, natürlich Esra.

Ein Tipp, mit Kinderwagen würde ich da lieber nicht hin gehen, besser mit einer Babytrage und ganz wichtig, Kopfhörer für das Kind, es ist auf dem Myfest sehr, sehr laut. Das Gedrängel ist groß (wie man ja gut erkennen kann), und man braucht entweder einen Sitzplatz in einer der zahlreichen Cafés oder Restaurants, die in den Straßen um das Myfest gelegen sind oder viel Geduld wenn man dort in den Massen vorwärts kommen will. Bine würde jetzt noch sagen: „Taschentücher in den Ohren helfen gegen den Lärm“. Sieht komisch aus, dann vielleicht doch lieber Ohropax. Wer mit seinem Kind unterwegs ist, sollte den späten Nachmittag meiden, da sind die Gemüter meist schon erhitzt und es kann zu Ausschreitungen kommen. Trotzdem, ist das Myfest legendär und ich kenne keine Stadt, die so cool ist wie Berlin und so eine besondere Atmosphäre ausstrahlt. Es gibt viel selbst gemachtes zu essen zum Beispiel „Geile Stulle“, außergewöhnliche Getränke  wie die „Zauberlimonade“ (Ob die wohl High macht?) und die Stimmung ist so ausgelassen, das an jeder Ecke getanzt oder gechillt wird. Am liebsten hätte ich mir schon um 15 Uhr einen Caipirinha geholt und mich dem Spektakel hingegeben, aber ich hatte ja noch einen langen Abend vor mir, also musste „Fritz Melone“ Limo reichen.

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Am Abend hatte ich genau eine Stunde Zeit, um mich für meinen großen Mädelsabend fertig zu machen.

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Aber wie ja schon erwähnt ist das keine Herausforderung mehr für mich. Um 20 Uhr ging es ins Grace. Ein Restaurant/Bar Konzept das zum Hotel Zoo gehört. Eine wunderschöne Location, leckeres Essen, guter Wein und nette Kellner machen den Besuch wirklich zu einem Erlebnis. Lieber Tawan, Lieber Felix, ich ziehe meinen imaginären Hut vor euch. 🎩👍 Wie das bei Frauen so ist, kamen 4 zu spät aber das kennt und versteht man. Und so warteten wir etwas zu lang, bis wir endlich komplett waren, und vor allem, endlich Essen konnten. Der Abend was trotzdem sehr schön für mich und ich habe es wirklich genossen mit meinen Mädels zu quatschen und zu lachen. Jede Frau braucht ihre Freundinnen. Und ich bin sehr froh über meine.

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So, jetzt musste ich also das Ding auch durchziehen und dancen gehen. So hab ich mir drei meiner Mädels geschnappt, und wir sind rüber gelaufen in den The Pearl Club. In der Bar haben wir uns einen Shot gegönnt (eher rein gequält) und gequatscht, bis um ein Uhr endlich der Clubbereich geöffnet wurde. Und wie in alter Manie strebten wir zügig den VIP Bereich an (unabdingbar wenn man sich auch mal kurz setzen will), haben bis halb Drei getanzt und uns die Jugend von heute reingezogen. Sehr amüsant. Von Alkoholleiche bis zum Oberrapper war alles dabei. Wenn die jungen Mädchen in den Club reinlaufen und sich freuen wie irre, dass sie Musik hören und „in“ sind, werde ich ganz nostalgisch. So war ich auch mal. Früher, als ich noch über nichts nachgedacht habe und die größte Problematik darin lag, heraus zu finden, wo die coolste Party der Stadt ist, wie man sich einen Gästelistenplatz klar macht und mit wem man hingeht um einen grandiosen Abend sicherzustellen. So muss es doch sein oder?! Dafür ist das Alter von 18 – 25 da, um sich auszutoben und seine Erfahrungen zu sammeln. Und ich finde es gemein, wenn die alten Schachteln in meinem Alter diese Mädchen verurteilen oder sich lustig machen. Wir waren alle mal so. Und das ist auch gut so. Damit wir unsere Ehen zu schätzen wissen, damit wir unsere Kinder nicht als Spassbremsen sehen sondern als Bereicherung, weil wir all das Andere ja schon kennen. Das Einzige was ich denen am liebsten sagen würde, wenn sie mit ihren bauchfreien Tops und ihren vagina fressenden Hotpants (die habe ich nie getragen) an mir vorbei gehen: „Trinkt nicht bis zum Filmriss und macht euch nicht für ein paar Gläser Wodka Redbull nackig, so kriegt man keinen netten Freund.“

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Aber jeder muss seine Erfahrungen machen und ich hoffe, ich werde mein Kind zu einem anständigen Mann erziehen können, der die Mädchen zwar reihenweise verliebt macht, aber immer ehrlich bleibt und niemanden schamlos ausnutzt. Mich hat er schon verliebt gemacht und ich hätte schon am Samstag nach Hause fliegen können, um endlich wieder bei ihm zu sein. Zuhause ist eben wo mein Löwe ist und gestern bin ich endlich in den Flieger gestiegen und zurück zu meiner Familie geflogen. Arell wieder zusehen war ein glückseliger Moment. „Wie habe ich es nur 4 Tage ohne dich ausgehalten? Ohne deine kleinen Händchen und Füßchen, ohne deine weichen Haare und deinen Babyduft,ohne dein Lachen, ohne dein Weinen und deine müden Äuglein, wiiiiieeeee?“

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Berlin, für mich bist und bleibst du immer die geilste Stadt der Welt, aber mein Arell ist und bleibt auf ewig meine ganze Welt❤️. Natürlich freute ich mich auch riesig ,meinen Mann wieder bei mir zu haben. Er hat mein Kind heile gelassen, allein dafür liebe ich ihn noch mehr als vorher😅❤️. Und was folgte als nächstes? Vanessa’s Geburtstag. Whoop, Whoop🎉 und auf das nächste Glas Wein, dass ich in mich reinschüttete, nur ohne einsame Nacht und dafür vereint mit meiner Familie, die so viel mehr bedeutet als jeder ruhige Moment oder irgendeine Facette der früheren Annie…

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